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  1. Mittwoch, 21. März 2007
  2. 21 Mar 2007 at 8:29am
    Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

    BERLIN: Nach drei Nullrunden in Folge können die Rentner in Deutschland wieder mit einer leichten Rentenerhöhung rechnen. Bundessozialminister Franz Müntefering kündigte im deutschen Fernsehen an, vom ersten Juli an würden die Renten um 0,54 Prozent angehoben. Eine stärkere Steigerung sei nicht möglich gewesen, da sich die Rentenerhöhung an die Lohnentwicklung anlehne. Umgerechnet bedeute die Erhöhung auf ein volles Jahr 1,2 Milliarden Euro, die zusätzlich an die Rentner flössen.

    GENF: Deutschland muss sich wegen seiner Bildungspolitik vor dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen in Genf rechtfertigen. Vor der offiziellen Vorlage seines Berichts über das deutsche Schulsystem prangerte UN-Menschenrechtsinspektor Vernor Muñoz nochmals Mängel an. Das vielgliedrige Schulsystem in der Bundesrepublik benachteilige vor allem Kinder aus sozial schwächeren Familien, Kinder mit Migrationshintergrund und Behinderte, sagte Muñoz im deutschen Fernsehen. Das Menschenrecht auf Bildung müsse aber für alle gelten. Der UN-Experte hatte vor einem Jahr Schulen in Deutschland besucht. Der Präsident der Kultusministerkonferenz, Jürgen Zöllner, erklärte, die von Muñoz kritisierten Schulformen seien sekundär. Das Wesentliche seien die Anstrengungen für das einzelne Kind.

    BERLIN: Angesichts der Morddrohung gegen die beiden deutschen Geiseln im Irak bemüht sich der Krisenstab des Auswärtigen Amtes weiter intensiv um die Freilassung. Staatsminister Gernot Erler erklärte, die Bundesregierung lasse sich aber nicht erpressen. Daher könne sie die Forderung der Geiselnehmer nicht erfüllen. Diese hatten verlangt, dass die Bundeswehr spätestens bis gestern ihren Abzug aus Afghanistan einleitet. Andernfalls würden die 61-jährige Hannelore Krause und ihr Sohn getötet. Am Dienstag hatte - nach vielen anderen Aufrufen - auch der irakische Vizepräsident Tarik al Haschimi an die Entführer appelliert, die Geiseln freizulassen.

    ROM: Der nach zweiwöchiger Geiselhaft in Afghanistan freigelassene italienische Journalist Daniele Mastrogiacomo ist wieder in Rom eingetroffen. Auf dem Flughafen Ciampino wurde er von Ministerpräsident Romano Prodi, seiner Frau und seinen Kindern begrüßt. Mastrogiacomo war am Montag wenige Stunden nach Ablauf eines Ultimatums im Austausch gegen inhaftierte Taliban freigelassen worden. Seinen Fahrer hatten die Entführer geköpft.

    WASHINGTON: Die Internationale Kommission für Versicherungsansprüche aus der Holocaust-Zeit hat die Entschädigungsverfahren für abgeschlossen erklärt. Laut einer in Washington veröffentlichten Erklärung der Kommission wurden insgesamt 306 Millionen Dollar an über 48.000 Holocaust-Überlebende und deren Erben ausgezahlt. An der vom früheren US-Außenminister Lawrence Eagleburger geleiteten Kommission hatten sich rund 70 europäische Versicherungsunternehmen beteiligt. Dabei ging es um die Entschädigung der NS-Opfer, denen zwischen 1933 und 1945 Versicherungspolicen entzogen worden waren.

    JERUSALEM: In Israel hat ein unbefristeter Streik im öffentlichen Dienst begonnen. Die Gewerkschaften wollen damit gegen ausstehende Löhne für tausende kommunale Angestellte protestieren. Von dem Streik sind vor allem Behörden, die Müllabfuhr und der öffentliche Verkehr betroffen.

    MOGADISCHU: In Somalia ist es den zweiten Tag in Folge zu Gefechten mutmaßlicher Islamisten mit Soldaten Äthiopiens und der Übergangsregierung gekommen. Nach Berichten von Anwohnern wurden bei Schußwechseln in der Hauptstadt Mogadschu mehrere Menschen getötet. Erst im Dezember und Januar hatten Truppen Äthiopiens und der Übergangsregierung die Islamisten in Somalia von der Macht vertrieben.

    PEKING: Nordkorea blockiert die Verhandlungen über den Abbau seines Atomwaffenprogramms weiter. Zur Begründung hieß es in Peking, die nordkoreanische Delegation warte weiter auf die Überweisung von 25 Millionen US-Dollar von Konten in Macao. Nach Darstellung des US-Finanzministeriums hängt die Transaktion von Gesprächen zwischen Nordkorea und Macao ab. Die USA hatten am Montag die Freigabe der 2005 wegen des Verdachts der Geldwäsche blockierten Mittel genehmigt.

    NEW YORK: Indonesien, Katar und Südafrika haben Änderungen am Resolutionsentwurf des Weltsicherheitsrats zum iranischen Atomprogramm vorgeschlagen. Über die Anträge berieten die Mitglieder des Rates während eines informellen Treffens in New York. Der Sicherheitsrat will an diesem Mittwoch Beratungen über den Resolutionsentwurf der fünf Vetomächte und Deutschlands aufnehmen. Der Entwurf sieht schärfere Sanktionen gegen den Iran vor, weil die Führung in Teheran sich nach wie vor weigert, die Uran-Anreicherung einzustellen. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad lehnte in einer Rede zum persischen Neujahrsfest abermals Zugeständnisse ab.

    BERLIN: Angesichts des Streits um die US-Pläne für ein Raketenabwehrsystem in Polen und Tschechien hat Bundeskanzlerin Angela Merkel vor einer Spaltung Europas gewarnt. Europa schwäche sich in seiner Kraft und Durchsetzungsfähigkeit, wenn es uneinig sei, sagte sie der 'Rheinischen Post' in Düsseldorf. Auch in anderen Bereichen, etwa in der Energiepolitik, müsse eine gemeinsame Haltung der Europäer angestrebt werden, forderte Merkel.

    PHOENIX: Am Grand Canyon im US-Bundesstaat Arizona ist der so genannte 'Skywalk' feierlich eröffnet worden. Die hufeisenförmige Aussichtsplattform mit Boden und Brüstung aus Glas befindet sich rund 1.200 Meter über der Schlucht und ragt mehr als 20 Meter über den Felsrand hinaus. Vom 28. März an wird sie auch für die Öffentlichkeit begehbar sein. Das Spezialglas für den 'Skywalk' lieferten Unternehmen aus Berlin und Köln.

    DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zum Frühlingsanfang in der Osthälfte meist bedeckt, zeitweise Regen, in höheren Lagen Schnee. Im Westen wechselnd bewölkt mit einzelnen Schauern. Höchstwerte null bis acht Grad.





  3. Samstag, 24. März 2007
  4. 24 Mar 2007 at 6:58am
    Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag.

    BERLIN: Die Feierlichkeiten zum 50. Gründungstag der Europäischen Union beginnen heute in der Bundeshauptstadt. Bundeskanzlerin und EU-Ratspräsidentin Angela Merkel empfängt dazu die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Staaten. Sie wollen sich am Sonntag auf einem Sondergipfel dazu verpflichten, die EU bis 2009 auf eine neue vertragliche Grundlage zu stellen. Geplant ist die Verabschiedung der so genannten 'Berliner Erklärung', die den Weg aus der fast zweijährigen Verfassungskrise weisen soll. In einem Beitrag für den 'Berliner Tagesspiegel' warb die Kanzlerin dafür, die Kernpunkte des umstrittenen EU-Verfassungsentwurfs zu erhalten. Europa brauche substanzielle Neuregelungen, um Handlungsfähigkeit zu gewinnen. Den Auftakt der offiziellen Feiern bilden ein Konzert der Berliner Philharmoniker und ein Essen mit Bundespräsident Horst Köhler.

    NEW YORK: Nach zähen Verhandlungen haben sich die Mitglieder des UN-Sicherheitsrates grundsätzlich darauf verständigt, die Sanktionen gegen den Iran zu verschärfen. Die Abstimmung über einen entsprechenden Resolutionsentwurf wird nach Angaben von Diplomaten noch an diesem Samstag stattfinden. Hintergrund ist die Weigerung des Iran, sein umstrittenes Atomprogramm zu stoppen. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad sagte kurzfristig seinen geplanten Besuch im New Yorker UN-Hauptquartier ab. Die Darstellung Teherans, es habe Probleme bei der Visa-Vergabe gegeben, wurde von den USA zurückgewiesen. Wie es heißt, soll nun der iranische Außenminister Manuchehr Mottaki an der entscheidenden Sitzung des Sicherheitsrates teilnehmen.

    LONDON/TEHERAN: Im Streit um 15 im Iran festgesetzte britische Marinesoldaten bleiben die Fronten verhärtet. Der Iran beschuldigte Großbritannien nochmals, die Soldaten seien illegal in iranische Hoheitsgewässer eingedrungen. Das Außenministerium in Teheran erklärte, es habe sich um einen verdächtigen Akt gehandelt, der gegen internationales Recht verstoße. Nach britischen Angaben waren die 15 Marinesoldaten eindeutig in irakischen Hoheitsgewässern bei der Routinekontrolle eines Handelsschiffes festgenommen worden.

    WASHINGTON: Im Streit um die Irak-Politik ist die demokratische Mehrheitsfraktion im US-Repräsentantenhaus auf Konfrontationskurs zu Präsident George W. Bush gegangen. Die Abgeordneten stimmten Bushs Etat für Kriegseinsätze von mehr als 120 Milliarden Dollar nur mit der Einschränkung zu, dass die US-Kampftruppen bis spätestens Ende August 2008 aus dem Irak abgezogen werden. Der Präsident kündigte an, er werde die Entschließung durch sein Veto zu Fall bringen.

    WASHINGTON: Das umstrittene US-Gefangenenlager Guantanamo wird mindestens bis zum Ende der Amtszeit von Präsident George W. Bush im Januar 2009 und vermutlich noch darüber hinaus in Betrieb bleiben. Außenministerin Condoleezza Rice sagte, man könne die Häftlinge dort nicht woanders vor Gericht bringen, und eine Freilassung sei zu gefährlich. Das Problem müsse von der internationalen Gemeinschaft gelöst werden. In Guantanamo auf Kuba halten die USA noch mehr als 300 Ausländer fest, die nach den Terroranschlägen vom September 2001 festgenommen worden waren. Eine offizielle Anklage gegen sie gibt es nicht. Inzwischen hat nach US-Angaben ein in Guantanamo Inhaftierter aus Tansania seine Mithilfe bei dem Anschlag auf die US-Botschaft 1998 in Daressalam gestanden. Bei dem Anschlag waren 12 Menschen getötet worden.

    WASHINGTON: US-Außenministerin Condoleezza Rice ist zum zweiten Mal innerhalb von fünf Wochen zu Gesprächen in den Nahen Osten gereist. Erste Station ist die ägyptische Stadt Assuan, wo sie am Sonntag mit den Staatschefs von Ägypten, Jordanien, Saudi-Arabien und der Vereinigten Arabischen Emirate über eine Wiederbelebung des Friedensprozesses zwischen Israel und den Palästinensern beraten will. Dem Treffen in Ägypten schließt sich eine Vermittlungsmission zwischen den Konfliktparteien an. Vor ihrer Abreise hatte Rice erklärt, wenn Israel und die Palästinenser sich nicht einig würden, könnten die USA einen eigenen Lösungsvorschlag einschließlich der künftigen Grenzziehung unterbreiten.

    WASHINGTON: Die USA haben einen Vertreter des Finanzministeriums zur Lösung der Probleme um die eingefrorenen Konten Nordkoreas in einer Bank in Macao nach China entsandt. Die Sechs-Länder-Gespräche zur Beendigung des nordkoreanischen Atomprogramms in Peking waren gestoppt worden, weil die Führung in Pjöngjang entgegen einer Zusage der USA die 25 Millionen Dollar noch nicht erhalten hatte. Der US-Gesandte soll nun mit der Bank of China den Transfer zwischen Nordkorea und Macao aushandeln.

    DORTMUND: Die 'Linkspartei' und die 'Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit' -WASG- beraten über ihre geplante Fusion. In Dortmund sind insgesamt rund 800 Delegierte zu zeitgleich tagenden Parteitagen zusammengekommen, um die letzten Weichen hierfür zu stellen. Sie sollen über hunderte Anträge zu den Gründungsdokumenten für die neue Partei 'Die Linke' abstimmen. Erwartet werden heftige Debatten zu den Fragen, ob sich die neue Partei an Regierungen und die Bundeswehr an UN-Einsätzen beteiligen soll. Mit Diskussionen wird auch über die künftige Parteiführung gerechnet. - Die Gründung der Partei 'Die Linke' soll auf einem gemeinsamen Parteitag im Juni besiegelt werden.

    BERLIN: Vor einer für Sonntag geplanten Demonstration gegen die weißrussische Regierung in der Hauptstadt Minsk hat die deutsche EU-Ratspräsidentschaft die Führung des Landes zur Zurückhaltung gegenüber den Teilnehmern aufgefordert. Das Auswärtige Amt kritisierte die Einschüchterung von Aktivisten nichtstaatlicher Organisationen, führenden Vertretern politischer Parteien und jungen Menschen. Auch die US-Regierung äußerte Besorgnis.

    DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und Westen meist stark bewölkt, zeitweise Regen oder Schnee. Nach Nordosten hin freundlicher und meist trocken. Höchstwerte sechs Grad bis 15 Grad.





  5. Samstag, 17. März 2007
  6. 17 Mar 2007 at 6:07am
    Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag.

    POTSDAM: Die G-8-Umweltminister und ihre Kollegen aus den wichtigen Schwellenländern China, Indien, Mexiko, Brasilien und Südafrika haben in Potsdam ihre Beratungen über einen besseren Klimaschutz begonnen. Es gehe um die Frage, wie es nach 2012 mit dem Kampf gegen die globale Erwärmung weiter gehen solle und wie etwa die USA und Australien eingebunden werden könnten, sagte Umweltminister Sigmar Gabriel. Auch mit Blick auf den G-8-Gipfel in Heiligendamm im Juni müsse überlegt werden, welche unterschiedlichen Wege man zur Minderung von Kohlendioxid gehen könne. Die USA haben bereits deutlich gemacht, dass sie sich vorerst nicht auf verbindliche Klimaziele festlegen wollen. Am ersten Tag der Konferenz hatten die Minister über den Kampf gegen das Artensterben beraten und zunächst eine Bestandsaufnahme beschlossen.

    WARSCHAU: Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt ihren Besuch in Polen mit Gesprächen mit Staatspräsident Lech Kaczynski fort. In dessen Sommerresidenz auf der Ostsee-Halbinsel Hela sollen auch Signale für mehr Harmonie im deutsch-polnischen Verhältnis gesetzt werden. Der Aufenthalt dort hat einen halb privaten Charakter. Bei ihrem einzigen öffentlichen Termin an der Universität Warschau hatte Merkel am Freitag die Notwendigkeit einer europäischen Verfassung betont. Zugleich warnte sie mit Blick auf die Spannungen zwischen Polen und Deutschland etwa in den Bereichen Energie und Sicherheit vor einer Spaltung Europas. Im Dauerstreit um den Umgang mit den Vertriebenen erklärte Merkel, es werde keine Umdeutung der Geschichte geben.

    WASHINGTON: Angesichts der anhaltenden Gewalt beschleunigen die USA ihre Truppenverstärkung im Irak. Eine Kampfhubschrauber-Einheit mit 2.600 Soldaten soll bereits Anfang Mai und damit 45 Tage eher als geplant im Großraum Bagdad und der Unruhe-Provinz Anbar stationiert werden. Präsident George W. Bush hatte vor zwei Monaten die Entsendung zusätzlicher 21.500 Soldaten angekündigt. In Washington begannen bereits die ersten Proteste zum Jahrestag des Irak-Krieg-Beginns. Vor dem Weißen Haus wurden am Freitagabend etwa hundert Demonstranten festgenommen. Zehntausende werden heute in mehreren Städten zu Protestmärschen erwartet.

    WASHINGTON: In den USA sind erste Rufe laut geworden, den Foltervorwurf des mutmaßlichen El-Kaida-Terroristen Khalid Scheikh Mohammed zu überprüfen. Zwei Senatoren, die seine Anhörung vor einer Militärkommission in Guantanamo verfolgt hatten, sagten, die Überprüfung sei notwendig. Ansonsten werde ein schlechtes Bild auf Amerika geworfen. Das Verteidigungsministerium hatte am Mittwoch ein umfangreiches Geständnis Scheikh Mohammeds veröffentlicht. Darin bekannte er sich zu mehr als 30 ausgeführten oder geplanten Anschlägen, darunter die Terroranschläge vom 11. September 2001. Der CIA warf er vor, ihn gefoltert zu haben.

    WASHINGTON: Die USA prüfen, ob Irans Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad ein Einreise-Visum erteilt wird. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte, er könne noch nichts zu einer möglichen Zustimmung oder Ablehnung sagen. Der letzte Antrag Ahmadinedschads sei jedoch genehmigt worden. Dieser will das Atomprogramm seines Landes vor dem Weltsicherheitsrat persönlich verteidigen.

    PEKING: Nordkorea hat nochmals die Aufhebung der US-Finanzsanktionen gefordert. Der Unterhändler bei den Atomverhandlungen, Kim Kye-gwan, sagte bei seiner Ankunft in Peking, man habe noch keinen schriftlichen Beweis für die angekündigte Aufhebung. Erst wenn dieser da sei, werde Nordkorea seinen Atomreaktor Yongbyon abschalten. Derweil traf ein Vertreter des US-Finanzministeriums in Macao ein. Er will bei der Bank 'Banco Delta Asia' den Vorwurf überprüfen, sie habe Nordkorea bei Geldwäsche- und Falschgeld-Geschäften geholfen.

    NEW YORK: Großbritannien hat eine Sitzung des Weltsicherheitsrats zu Simbabwe beantragt. Zur Begründung verwies UN-Botschafter Emyr Jones Parry auf die andauernde Unterdrückung der Opposition wie auch den wirtschaftlichen Niedergang in dem südafrikanischen Land. Zusätzlich müsse sich der UN-Menschenrechtsrat in Genf mit Simbabwe befassen. Oppositionsführer Morgan Tsvangirai konnte am Freitag das Krankenhaus verlassen. Er war am Sonntag gemeinsam mit zahlreichen Anhängern festgenommen und in Polizeihaft schwer misshandelt worden.

    LA PAZ: Boliviens Staatschef Evo Morales hat sich überraschend für vorgezogene Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr ausgesprochen. Die Abstimmung solle nach Abschluss der Arbeit der verfassungsgebenden Versammlung stattfinden, sagte Morales. Er machte aber keine Angaben darüber, ob er erneut kandidieren wird. Morales war erst 2005 für fünf Jahre ins Präsidentenamt gewählt worden. Beobachter erwarten von der Versammlung eine so tiefgreifende Reform der bolivianischen Institutionen, dass auch eine Neuwahl des Präsidenten erforderlich wird.

    BERLIN: Die Bundesregierung lehnt eine Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre ab. Innenminister Wolfgang Schäuble sagte der 'Bild'-Zeitung, wer an Bundestagswahlen teilnehme, solle volljährig sein, und das sei in Deutschland mit 18 Jahren. Für Kommunal- und Landtagswahlen könnten die Bundesländer jedoch eigene Regeln erlassen. Schäuble reagierte damit auf Forderungen aus den Reihen von SPD und Grünen, dem Beispiel Österreichs zu folgen und das Wahlalter zu senken.

    ZUM FUSSBALL: Im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga hat Energie Cottbus mit einem 1:0-Sieg in Berlin Boden gut gemacht und Hertha BSC noch tiefer in die Krise gestürzt. Bei der Auslosung der Viertelfinalspiele im UEFA-Pokal erhielt Werder Bremen den holländischen Klub AZ Alkmaar als Gegner. Leverkusen trifft auf CA Osasuna aus Spanien.

    DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordosten anfangs Regen, später freudlich. Südlich eines Streifens vom Rheinland bis zur Lausitz trübe mit etwas Regen. Im Südwesten trocken. Höchstwerte zwischen neun und zwölf Grad.





  7. Montag, 19. März 2007
  8. 19 Mar 2007 at 8:38am
    Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag.

    MÜNSTER: Der Prozess um die Misshandlung von Rekruten gegen 18 frühere Ausbilder der Bundeswehr hat vor dem Landgericht Münster begonnen. Einem früheren Kompaniechef im Range eines Hauptmannes und 17 Unteroffizieren wird vorgeworfen, im Umfeld der Coesfelder Freiherr-vom-Stein-Kaserne Rekruten bei simulierten Geiselnahmen schikaniert und misshandelt zu haben. Für den Prozess sind 45 Verhandlungstage vorgesehen. Die Vorfälle hatten 2004 eine öffentliche Diskussion über den Zustand der deutschen Streitkräfte entfacht.

    BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht das deutsche Konzept einer kombinierten militärischen und zivilen Afghanistan-Hilfe bestätigt. Nach einem Treffen mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai sagte Merkel in Berlin, dies sei die richtige Mischung. Karsai begrüßte den deutschen Tornado-Einsatz im Süden seines Landes, der in Deutschland umstritten ist. Die Bevölkerung in Afghanistan sehe dies als 'psychologische Garantie' für die eigene Sicherheit. Vor dem Treffen mit Merkel hatte Karsai von der internationalen Gemeinschaft mehr Anstrengungen bei Ausbildung und Ausrüstung der Sicherheitskräfte seines Landes gefordert.

    KABUL: Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Konvoi der US-Botschaft in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind nach offiziellen amerikanischen Angaben mehrere Menschen verletzt worden, darunter ein Kind. Der US-Botschafter selbst sei nicht in dem Konvoi unterwegs gewesen. Die Polizei hatte zuvor von mehreren Todesopfern gesprochen. Augenzeugen berichteten von einem ausgebrannten Auto am Tatort. Ein Polizist erklärte, das Attentat habe sich auf einer der Hauptverkehrsstraßen Richtung Osten ereignet, die oft von Nato-Truppen und US-geführten Streitkräften benutzt wird. Auch die Bundeswehr ist im Raum Kabul stationiert.

    BERLIN: Die Zusammenarbeit zwischen der EU und den USA steht im Mittelpunkt von Gesprächen, zu denen Außenminister Frank-Walter Steinmeier nach Washington abgereist ist. Steinmeier wird begleitet vom EU-Außenbeauftragten Javier Solana und Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner. Im Zentrum der Gespräche im US-Außenministerium steht die Vorbereitung des EU-USA-Gipfels, der am 30. April ebenfalls in Washington stattfindet. Weiter stehen die Entwicklung in Nahost, das iranische Atomprogramm und der künftige Status des Kosovo auf der Themenliste.

    PEKING: Nach der Einigung über einen Abbau des nordkoreanischen Nuklearwaffenprogramms im Februar sind die Sechs-Parteien-Gespräche in Peking fortgesetzt worden. Die Delegationen kommen aus den beiden koreanischen Staaten, den USA, China, Russland und Japan. Nordkorea hat nach eigenen Angaben bereits mit Vorbereitungen zur Schließung seiner Anlagen begonnen. Erst will die kommunistische Regierung in Pjöngjang aber ihre eingefrorenen Konten mit rund 25 Millionen Dollar bei einer Bank in Macao freigegeben wissen. Nach Angaben Chinas, Südkoreas und der USA ist der Finanzstreit inzwischen gelöst.

    PEKING: China will den Flugzeugbauern Boeing und Airbus Konkurrenz machen und in die Konstruktion von großen Passagiermaschinen einsteigen. Die Entscheidung sei bei einer Kabinettssitzung unter Vorsitz von Ministerpräsident Wen Jiabao getroffen worden, hieß es in einer Erklärung des Staatsrats. Nach Angaben der staatlichen Zeitung 'China Daily' sollen die in China entwickelten und gebauten Flugzeuge bis zu 150 Passagiere aufnehmen können. Das Projekt solle so bald wie möglich anlaufen.

    PARIS: In Frankreich will der konservative Präsidentschaftskandidat Nicolas Sarkozy bis Ende des Monats wegen der bevorstehenden Wahl sein Amt als Innenminister niederlegen. Er hatte den Schritt bereits vor einiger Zeit in Aussicht gestellt. Die erste Runde der Präsidentenwahl findet am 22. April statt, die zweite Runde zwei Wochen später. Sarkozy hat den jüngsten Umfragen zufolge seinen Vorsprung vor der sozialistischen Kandidatin Ségolène Royal ausbauen können. Royal warf Sarkozy vor, im extremistischen Lager auf Stimmenfang zu gehen.

    HELSINKI: Trotz Stimmenverlusten bei der Parlamentswahl in Finnland kann der liberale Ministerpräsident Matti Vanhanen mit der Zentrumspartei weiter regieren. Nach Auszählung aller Stimmen liegt das Zentrum bei etwa 23 Prozent und behauptet damit seine Position als stärkste Kraft vor den bisher oppositionellen Konservativen. Diese kommen auf gut 22 Prozent und fordern eine Beteiligung an der neuen Regierung. Klare Verlierer der Wahl sind die bislang mitregierenden Sozialdemokraten, die nun auf Platz drei liegen. Vanhanen rechnet mit einer schwierigen Regierungsbildung. Sein zweiter Koalitionspartner, die Partei der schwedisch-sprachigen Minderheit, kommt auf 4,5 Prozent der Stimmen.

    HANNOVER: In der Reisebranche gibt es eine neue Großfusion. Wie der Tourismuskonzern TUI in Hannover mitteilte, wird der europäische Branchenführer sein Reisegeschäft mit dem britischen Konkurrenten First Choice Holidays zusammenlegen. Der neue Touristikkonzern soll auf einen Umsatz von 18 Milliarden Euro kommen.

    ZUM FUßBALL: In der ersten Bundesliga spielten am Sonntag:
    Bremen - Mainz 2:0 und Leverkusen - Mönchengladbach 1:0. - An der Tabellenspitze steht weiterhin Schalke, es folgen Bremen und Stuttgart.

    DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Teils kräftige Schnee- oder Schneeregenschauer, am Alpenrand länger anhaltender Schneefall. In der Mitte auch sonnige Abschnitte. Höchsttemperaturen drei bis acht Grad Celsius.

    Am Vormittag meldeten:

    Hamburg: 2°, bedeckt;
    Berlin: 2°, fast wolkenlos;
    Dresden: 3°, stark bewölkt;
    Köln/Bonn: 1°, wolkig;
    Frankfurt am Main: 3°, wolkig und
    München: 2°, stark bewölkt.





  9. Freitag, 23. März 2007
  10. 23 Mar 2007 at 7:49am
    Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag.

    HAMBURG: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für den Aufbau einer europäischen Armee und für klare EU-Strukturen ausgesprochen. Diesen Zielen müsse die EU näher kommen, sagte sie der 'Bild-Zeitung'. Für eine straffe Handlungsfähigkeit sei die EU-Verfassung nötig. Merkel verwies darauf, dass es oft zu lange dauere, bis die 27 EU-Mitglieder eine gemeinsame Linie gefunden hätten. In ihrer 'Berliner Erklärung' will Merkel als EU-Ratspräsidentin am Sonntag die gemeinsamen Wertvorstellungen der EU-Staaten herausstellen. Die Staatenchefs kommen in Berlin zum 50. Jahrestag der Unterzeichnung der 'Römischen Verträge' zusammen.

    BERLIN: Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczoreck-Zeul hat die Bekämpfung der Immunschwächekrankheit Aids als eine Daueraufgabe für jede neue Generation bezeichnet. Dies sagte sie zum Auftakt der Bundestagsdebatte zum Aktionsplan der Bundesregierung zur nationalen und internationalen Aids-Bekämpfung. Die Ministerin wies darauf hin, dass weltweit rund 40 Millionen Menschen mit dem HI-Virus leben. Vier Millionen infizierten sich jährlich neu. Umfassende Prävention und Aufklärung seien dringend notwendig. Deutschland arbeite dabei mit rund 50 Entwicklungsländern zusammen und habe die Mittel zur Bekämpfung von Aids von 300 auf 400 Millionen Euro erhöht.

    NEW YORK: Der Weltsicherheitsrat berät an diesem Freitag über den überarbeiteten verschärften Resolutionsentwurf gegen den Iran. Wenn er die Zustimmung aller 15 Mitglieder erhält, soll er nach Angaben des britischen UN-Botschafters Emyr Jones Parry am Samstag verabschiedet werden. Der Iran muss sich dann auf Reise- und Finanzbeschränkungen für weitere Personen und Institutionen ebenso einstellen wie auf weitere Einschränkungen bei der Kreditvergabe.

    WASHINGTON: Die Demokraten im US-Kongress unternehmen einen neuen Versuch, Präsident George W. Bush zum Truppenabzug aus dem Irak zu bewegen. Ein Ausschuss des Senats verabschiedete einen Gesetzentwurf, nach dem dem Präsidenten weitere Gelder für die Einsätze im Irak und Afghanistan nur dann gewährt werden sollen, wenn die meisten US-Soldaten bis zum 31. März 2008 den Irak verlassen haben. Auch im Repräsentantenhaus wird über einen entsprechenden Entwurf beraten. Mit einer Abstimung wird an diesem Freitag gerechnet. Bush hatte vorab bereits sein Veto angekündigt.

    MAPUTO: Nach den Explosionen in einem Waffenlager des mosambikanischen Militärs in der Hauptstadt Maputo steigt die Zahl der Opfer weiter. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums kamen mehr als 70 Menschen ums Leben. Etwa 360 wurden verletzt. Der Flughafen der Stadt, der in der Nähe des Waffenlagers liegt, wurde geschlossen. Präsident Armando Guebuza sagte einen für heute geplanten Südafrika-Besuch ab. Die Explosionen wurden wahrscheinlich durch die anhaltende Hitze ausgelöst.

    KINSHASA: In der Demokratischen Republik Kongo ist Haftbefehl gegen den früheren Rebellenchef Jean-Pierre Bemba erlassen worden. Die Generalstaatsanwaltschaft wirft ihm Hochverrrat vor. Bembas Truppen hatten sich am Donnerstag geweigert, ihre Waffen abzugeben. Anschließend kam es zu den heftigsten Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Bembas Anhängern seit der Präsidentenwahl im Dezember vergangenen Jahres. Auch heute morgen wurden weitere Kämpfe gemeldet. Bemba flüchtete sich in die südafrikanische Botschaft in Kinshasa.

    MOGADISCHU: In der seit Tagen von heftigen Kämpfen erschütterten somalischen Hauptstadt soll wieder Ruhe herrschen. Ein Sprecher der islamistischen Rebellen, die sich vor allem aus dem Hawiye-Clan rekrutieren, teilte mit, man habe sich mit der äthiopischen Armee auf eine Waffenruhe geeinigt. Diese bleibe in ihren Camps und unterstütze nicht weiter die somalischen Truppen; im Gegenzug würden die Angriffe auf sie eingestellt. Am Mittwoch war es in Mogadischu zu den blutigsten Kämpfen seit Wochen gekommen. Mehr als 20 Menschen wurden dabei getötet.

    PEKING: Der US-Unterhändler für die Sechs-Staaten-Atomverhandlungen mit Nordkorea, Christopher Hill, ist zuversichtlich über eine baldige Wiederaufnahme der Verhandlungen. Diese waren gestern in Peking von Nordkorea abgebrochen worden, da von den USA bei einer Bank in Macao eingefrorene Gelder noch nicht wie zugesagt auf dem nordkoreanischen Konto eingegangen waren. Hill betonte, die gestrige vorzeitige Abreise des nordkoreanischen Unterhändlers Kim Kye-gwan bedeute kein Abrücken Nordkoreas von der im Februar getroffenen Zusage, das Atomprogramm zu stoppen.

    MÜNCHEN: Der taiwanesische Elektronikkonzern BenQ soll von seiner deutschen Handy-Tochter vor deren Pleite Vermögen im Wert von einer halben Milliarde Euro abgezweigt und nach Asien transferiert haben. Das berichtet die 'Süddeutsche Zeitung' unter Berufung auf den Insolvenzverwalter der früheren Siemens-Mobilfunksparte, Martin Prager. Er prüfe derzeit die Möglichkeiten, BenQ zu verklagen. Die Staatsanwaltschaft München hatte bereits Anfang März Ermittlungen aufgenommen.

    BERLIN: Verbraucherschutzminister Horst Seehofer (CSU) hat die geplanten Ausnahmeregelungen vom Nichtraucherschutz kritisiert. Den Ministerpräsidenten der Länder warf er in den 'Ruhr Nachrichten' vor, mit ihrem uneinheitlichem Vorgehen das Passivrauchen nicht einzuschränken. Jedes Jahr erkrankten Tausende in Folge des Passivrauchens; da dürfe es keinen Kompromiss geben. Auch die ehemalige Verbraucherministerin Renate Künast (Grüne) sagte der Oldenburger 'Nordwest-Zeitung', man müsse sich die Frage stellen, ob die Länder-Regierungschefs eher Lobby-Interessen verträten als die Gesundheit von Erwachsenen und Kindern. Die Ministerpräsidenten hatten sich zwar auf einen weitgehenden Nichtraucherschutz in der Gastronomie und in öffentlichen Gebäuden geeinigt, Ausnahmen für Kneipen sollen aber möglich sein.

    DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Osten meist aufgelockert. Nach Westen und Süden hin regnerisch und oberhalb von 400 Metern Schnee. Maximal zwei bis elf Grad.

    Am Vormittag meldeten:

    Hamburg: 6 Grad, fast wolkenlos; Berlin: 5 Grad, wolkenlos; Dresden: 4 Grad, fast wolkenlos; Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 3 Grad, Nieselregen und München: 1 Grad, etwas Schnee.





  11. Donnerstag, 21.Juni 2007
  12. 21 Jun 2007 at 11:17am
    Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag

    BRÜSSEL: Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union kommen an diesem Donnerstag zu Beratungen über die umstrittene Reform der Gemeinschaft zusammen. Bundeskanzlerin Angela Merkel strebt auf dem letzten Gipfel unter deutscher Ratspräsidentschaft in diesem Halbjahr eine Einigung auf einen neuen EU-Grundlagenvertrag an, der die gescheiterte europäische Verfassung ersetzen soll. - Auf dem auf zwei Tage angesetzten Gipfel werden schwierige Verhandlungen erwartet. Umstritten ist vor allem das Stimmengewicht der einzelnen Mitgliedsstaaten im EU-Rat, die europäische Grundrechtscharta und die künftige Außen - und Sicherheitspolitik der Union. - Der polnische Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski bekräftigte im Streit um die Stimmenverteilung die Drohung mit einem Veto.

    LONDON: Der scheidende britische Premierminister Tony Blair ist nach einem Bericht der BBC bereit, neuer Sondergesandter des so genannten Nahost-Quartetts zu werden. Nach Gesprächen mit US-Präsident George W. Bush und dessen Außenministerin Condoleezza Rice habe Blair sein Interesse an dieser Aufgabe bekundet, meldete der Sender. Ähnliche Berichte veröffentlichten die 'Washington Post und die 'New York Times'. - Dem Nahost-Quartett gehören die USA, die Vereinten Nationen, die EU und Russland an. - Blair hat seinen Rücktritt für den 27. Juni angekündigt.

    BAGDAD: Bei einem Selbstmordanschlag im Norden des Irak sind nach Angaben der Polizei mindestens 13 Menschen getötet worden. Der Täter sei mit einem mit Sprengstoff beladenden Lastwagen in Sulaiman Pek südlich von Kirkuk in das Gebäude der Stadtverwaltung gerast. - Bei der Explosion einer am Straßenrand versteckten Bombe wurden südwestlich von Bagdad zwei US-Soldaten getötet.

    KABUL: Im Osten Afghanistans ist ein Soldat der von der NATO geführten Internationalen Schutztruppe ISAF durch eine Mine getötet worden. Vier weitere Soldaten hätten Verletzungen erlitten, als der Sprengsatz unter ihrem Fahrzeug explodierte, teilte die NATO mit. Im Osten Afghanistans sind überwiegend US-Truppen stationiert. - Der Iran hat Vorwürfe zurückgewiesen, er beliefere die Taliban-Rebellen in Afghanistan mit Waffen. Diese Anschuldigungen entbehrten jeder Grundlage, sagte Vize-Außenminister Mehdi Safari in Teheran. - Die USA und Großbritannien hatten erklärt, in Afghanistan seien aus dem Iran stammende Waffen für die Taliban gefunden worden.

    PJÖNGJANG: Der US-Sondergesandte für die Atomgespräche mit Nordkorea, Christopher Hill, ist zu Gesprächen in dem kommunistischen Land eingetroffen. Er hoffe, den Prozess der Sechs-Länder-Gespräche über ein Ende des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms vorantreiben zu können, sagte Hill nach Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua bei seiner Ankunft in Pjöngjang. - Die Verhandlungen waren ins Stocken geraten, weil sich die Freigabe von 20 Millionen Dollar der nordkoreanischen Regierung immer wieder verzögerte, die die USA in Macao blockiert hatten. Nach der kürzlichen Freigabe der Gelder lud die Regierung die Internationale Atomenergiebehörde zu Gesprächen über die Stilllegung seiner Nuklearanlage Yongbyon ein.

    SARAJEVO: Die Behörden der bosnischen Serbenrepublik haben die Bankkonten von 33 Personen gesperrt, die im Verdacht stehen, die untergetauchten mutmaßlichen Kriegsverbrecher Radovan Karadzic und Ratko Mladic unterstützt zu haben. Zu den mutmaßlichen Fluchthelfern gehören der ehemalige Präsident der bosnischen Serben, Mirko Sarovic, und Ex-Verteidigungsminister Bogdan Subotic, hieß es in Zeitungsberichten. - Karadzic, Präsident der bonischen Serben während des Krieges in den 90er Jahren, und sein damaliger Militärchef Mladic sind vom UN-Tribunal in den Haag wegen Kriegsverbrechen angeklagt. Beide sind seit elf Jahren abgetaucht.

    BERLIN: Nach den Protesten islamischer Staaten gegen die Verleihung der britischen Ritterwürde an den Romancier Salman Rushdie haben sich in Deutschland Schriftsteller und Verleger mit dem Autor solidarisiert. Seit 1989 gelte, wenn Rushdie gedroht werde, werde jedem Schriftsteller gedroht, heißt es in einem in Berlin veröffentlichten Schreiben. - Der indisch-britische Autor Salman Rushdie war am Samstag in London zum Ritter geschlagen worden. Der Iran, der Irak und Pakistan hatten diese Ehrung kritisiert. - Der iranische Revolutionsführer Ayatollah Khomeini hatte 1989 gegen Rushdie wegen dessen Roman 'Die Satanischen Verse' eine Todesdrohung ausgesprochen. Muslime würden durch das Buch beleidigt.

    LE BOURGET: Der europäische Flugzeug-Hersteller Airbus hat von der Fluggesellschaft 'Hong Kong Airlines' einen Großauftrag erhalten. Die Order umfasse 30 Maschinen des Typs A-320 und 20 Flugzeuge des Typs A-330, teilte Airbus auf der Flugschau in Le Bourget bei Paris mit. Zu Listenpreisen haben die Bestellungen ein Volumen von 5,6 Milliarden Dollar. - Die kolumbianische Gesellschaft Avianca bestellte 19 Airbus-Flugzeuge.

    FRANKFURT AM MAIN: Die Lufthansa übernimmt ihre Schweizer Tochter SWISS zum 1. Juli dieses Jahres komplett. Dann halte sie über die Schweizer Gesellschaft AirTrust AG 100 Prozent des Aktienkapitals der Schweizer Airline, teilte die größte deutsche Fluggesellschaft in Frankfurt mit. Die Lufthansa war im Mai 2005 bei der SWISS eingestiegen und besitzt derzeit 49 Prozent der Anteile.Voraussetzung für die komplette Übernahme in den Lufthansa-Konzern war die Übertragung der internationalen SWISS-Verkehrsrechte auf die deutsche Fluggesellschaft gewesen.

    FRANKFURT AM MAIN: Starker Regen und Gewitter haben den Luftverkehr in Frankfurt erheblich behindert. Nach den Angaben eines Sprechers musste allein die Lufthansa am größten Luftkreuz Deutschlands mehr als 90 Flüge annullieren. Die Fluggesellschaft rechnet damit, dass die Behinderungen den ganzen Tag andauern. Wegen der Störungen in Frankfurt kam es auch auf dem Düsseldorfer Flughafen zu Verspätungen. Zum Auftakt der Sommerferien in Nordrhein-Wesfalen gibt es hier ein erhöhtes Passagieraufkommen.

    DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden, Osten und Südbayern Aufheiterungen, sonst im Tagesverlauf aufkommende Gewitter mit Unwettergefahr durch Starkregen, Hagel und Sturmböen. Höchstwerte 18 bis 26 Grad.

    Zuletzt meldeten:

    Hamburg: 17°, bedeckt°;
    Berlin: 24°, stark bewölkt;
    Dresden: 18°, Gewitter;
    Köln/Bonn: 17°, nach Schauer;
    Frankfurt am Main: 19°, bedeckt und
    München: 23°, wolkig.





  13. Donnerstag, 22. März 2007
  14. 22 Mar 2007 at 7:19am
    Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Donnerstag.

    BERLIN: Der Bundestag debattiert über die künftige Ausrichtung der Europa-Politik. Anlass ist die Unterzeichnung der 'Römischen Verträge', der Grundlage für die heutige EU. Die Unterzeichnung jährt sich am Sonntag zum fünfzigsten Mal. FDP-Chef Guido Westerwelle bezeichnete Deutschland in der Debatte als Gewinner der europäischen Einigung, mahnte gleichzeitig aber eine Einigung beim Verfassungsvertrag an. Er rief zudem dazu auf, eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik zu betreiben. Am Sonntag wollen die EU-Staats- und Regierungschefs bei ihrem Jubiläumsgipfel in Berlin die so genannte 'Berliner Erklärung' verabschieden, in der Werte und Ziele der Union festgeschrieben werden.

    PEKING: Die neue Verhandlungs-Runde über die Beendigung des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms ist gescheitert. Der nordkoreanische Chefunterhändler Kim Kye Gwan sei bereits auf dem Weg zurück nach Pjöngjang, berichten Korrespondenten in Peking. Bei den Gesprächen in der chinesischen Hauptstadt sollten Details der im Februar vereinbarten Schließung der nordkoreanischen Atomanlagen erörtert werden. Inoffiziell verlautete in Peking, die Gespräche sollten in einigen Tagen wieder aufgenommen werden. Hintergrund des Scheiterns sind Verzögerungen bei der Überweisung der von den USA gesperrten und erst kürzlich freigegebenen 25 Millionen US-Dollar aus Macao auf ein nordkoreanisches Konto in China. Ohne das Geld hatte Nordkorea nicht an Gesprächen teilnehmen wollen.

    KATHMANDU: Nach den jüngsten Unruhen im Süden Nepals haben die Behörden eine Ausgangssperre über die Grenzstadt Gaur verhängt. Am Mittwoch hatten sich dort Maoisten und Angehörige einer regionalen Volksgruppe heftige Gefechte geliefert, bei denen mindestens 26 Menschen getötet wurden. Ein Sprecher der Polizei sagte, die Lage in dem Ort sei nun unter Kontrolle. Die Polizeikräfte in dem Grenzort würden verstärkt. Die Vereinten Nationen verurteilten den Gewaltausbruch und riefen die zerstrittenen Parteien auf, ihren Konflikt friedlich zu lösen.

    NEW YORK: Im Weltsicherheitsrat gibt es noch keine Einigung auf eine neue Resolution zum iranischen Atomprogramm. In ihren Beratungen erzielten die Vertreter der 15 Ratsmitglieder keinen Konsens über einen Entwurf, den die fünf Vetomächte und Deutschland eingebracht hatten. Südafrika, Katar und Indonesien legten Änderungsanträge vor, die die in dem Entwurf vorgesehenen Sanktionen abmildern sollen. Der Entwurf sieht schärfere Sanktionen vor, weil der Iran sich weigert, seine Urananreicherung wie gefordert einzustellen. Der oberste iranische Führer Ajatollah Ali Chamenei bekräftigte, dass er ein Einlenken im Atomstreit ablehnt.

    WASHINGTON: Das so genannte Nahost-Quartett hat die neue palästinensische Einheitsregierung zur Anerkennung Israels aufgefordert. Zugleich wurde an sie appelliert, der Gewalt abzuschwören. Die vom US-Außenministerium verbereitete Erklärung war die erste offizielle Reaktion der internationalen Vermittlergruppe seit Amtsantritt der neuen von der radikalislamischen Hamas und der gemäßigten Fatah gebildeten Regierung am vergangenen Wochenende. Das Nahost-Quartett besteht aus den Vereinten Nationen, der Europäischen Union, den USA und Russland.

    ISLAMABAD: Pakistan hat nach Militärangaben erfolgreich eine Mittelstreckenrakete getestet. Wie ein Militärsprecher weiter mitteilte, hat die Rakete die Fähigkeit, der Erfassung von feindlichen Radarschirmen auszuweichen. Sie habe eine Reichweite von 700 Kilometern und könne sowohl mit konventionellen als auch mit atomaren Sprengköpfen bestückt werden, hieß es. Erst Ende Februar hatte Pakistan eine Langstreckenrakete getestet; wenige Tage später eine Kurzstreckenrakete.

    BERLIN: In der Bundesregierung wächst die Stimmung gegen die geplante Abschaffung des Briefmonopols der Deutschen Post zum 1. Januar 2008. Finanzminister Peer Steinbrück sagte in Berlin, es stelle sich die Frage, warum Deutschland das Monopol aufgeben solle, wenn andere Länder wie Frankreich, Italien oder Griechenland dies nicht täten. Zuvor hatte sich bereits Arbeitsminister Franz Müntefering für eine Verlängerung des Briefmonopols ausgesprochen. Es gilt derzeit noch für Sendungen bis 50 Gramm und soll nach bisheriger Planung Ende des Jahres auslaufen.

    BERLIN: Die Regierungschefs der 16 Bundesländer beraten an diesem Donnerstag über die Regelung des Nichtraucherschutzes auf Länderebene. Als umstritten gilt dabei das geplante Rauchverbot in Gaststätten. Immer mehr Länder fordern Sonderregeln. Die Gesundheitsminister hatten sich im Februar darauf geeinigt, das Rauchen in Restaurants und Gaststätten grundsätzlich zu untersagen und nur in separaten Räumen zuzulassen. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, bedauerte die sich abzeichnende -so wörtlich- Flickenteppich-Lösung.

    BERLIN: Große Empörung hat die Entscheidung einer Frankfurter Amtsrichterin ausgelöst, dass ein muslimischer Ehemann seine ebenfalls muslimische Ehefrau schlagen darf. Die Richerin, die inzwischen wegen Befangenheit abgezogen wurde, hatte der Frau, einer Deutschen marokkanischer Abstammung, die vorzeitige Scheidung von ihrem marrokanischen Mann verweigert, da dieser nach dem Koran das Recht zur Züchtigung seiner Frau habe. Politiker mehrerer Parteien sowie der Zentralrat der Muslime verwiesen darauf, dass die Richterin dem deutschen Grundgesetz verpflichtet sei.

    LEIPZIG: Die Buchmesse in Leipzig ist ab diesem Donnerstag für das Publikum geöffnet. Bis Sonntag präsentieren fast 2.350 Verlage aus 36 Ländern ihre Neuerscheinungen, so viele wie nie zuvor. Parallel findet ein Lesefest mit rund 1.900 Autorenlesungen und Diskussionen statt. Die Buchmesse war gestern abend mit einem Festakt im Gewandhaus feierlich eröffnet worden. Zum Auftakt wurde dem deutschen Autor Gerd Koenen und dem russischen Philosophen Michail Ryklin der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung verliehen.

    DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viel Regen oder Schneeregen bei kühlen minus ein bis plus sieben Grad.



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